Spatial QualityTM
Mit der Methode der «Spatial Quality™», die «Die Geographen schwick+spichtig» im Rahmen des von den Bundesämtern BAFU, BWO, ARE unterstützten Projektes «Landschaftsfaktoren-Index» entwickelt haben, können erstmalig die Verknüpfung von subjektiven und objektiven Qualitäten als Raumqualitäten in verschiedenen Massstäblichkeiten analysiert und szenarisch modelliert werden.
Die Geographen schwick+spichtig analysieren gemeinsam mit vestigia GmbH, die die kulturellen und historischen Qualitäten des Raums mit einbringt, Gemeinden und Regionen bezüglich den aktuellen Raumqualitäten und beraten zusammen Gemeinden und Städte auf mögliche Entwicklungspotenziale in verschiedenen Massstabsebenen
Unsere Partner
Spatial QualityTM basiert auf dem Projekt "Landschaftsqualitäts-Index", das von folgenden Bundesämtern getragen wird:
Bundesamt für Raumentwicklung ARE
Bundesamt für Wohnungswesen BWO
Raumqualität – Spatial QualityTMAnalyse für Gemeinden, Bezirke und RegionenSpatial QualityTM ist eine innovative Methode, die es ermöglicht, Aussagen zur Qualität des Raumes auf beliebigen Massstabsebenen zu berechnen. Sie eignet sich sowohl für historische Analysen, Bewertungen des aktuellen Zustands oder Szenarien. Mit ihr können ein Monitoring der Qualität eines Raumes, Veränderungen der Qualität oder unterschiedliche Bewertungen der Bevölkerung eines Gebietes bezüglich der Qualität ihres Lebensraumes berechnet, analysiert, bewertet und visualisiert werden. Abb.1 Schematische Darstellung der Moving-Window-Methode.
Objektiv versus Subjektiv Seit dem Altertum stehen sich zwei verschiedene Sichtweisen über die Qualität eines Raumes diametral gegenüber: Tab. 1: Vergleich des objektiven und subjektiven Paradigmas der Qualität. Abgeändert nach Lothian 1999
Methodik Bislang erfolgte nur in sehr wenigen Arbeiten eine Verknüpfung von objektiven und subjektiven Untersuchungen der Raumqualität oder ein theoretisches Rahmenwerk über die Möglichkeiten einer solchen Verknüpfung. Diese Verknüpfung ist ein zentraler Teil der neuen Methode Spatial QualityTM und verspricht weitergehende Erkenntnisse über die Raumqualitäten. Einerseits werden die objektiven Qualitäten aus bestehenden Datensätzen erschlossen. Andererseits werden die Präferenzen der betroffenen Menschen durch Umfragen oder Befragungen eruiert. Beide Ergebnisse zusammen werden danach verwendet um ein Modell der Raumqualität zu bilden. Die Raumqualität ändert sich auf kleinen Skalen: vom unberührten Seeufer bis zur Autobahn liegen in der Schweiz oft nur kleine Distanzen. Deshalb muss ein Modell der Raumqualität eine sehr hohe Auflösung besitzen, um diese kleinräumigen Unterschiede adäquat abzubilden. Mit Spatial QualityTM wird die Raumqualität für mehrere Millionen Punkte in der Schweiz – oder jedem anderen Untersuchungsgebiet – flächendeckend ermittelt. Die räumliche Auflösung des Modelles ist dabei nur von den verwendeten Datensätzen abhängig und kann dem Untersuchungsgebiet und der gewählten Fragestellung angepasst werden. Vorteile von Spatial QualityTM
Landschaftsqualitäts-index Die Spatial QualityTM Methode wird im Moment in einem Forschungsprogramm der Bundesämter für Umwelt, Raumentwicklung, Statistik und Wohnungswesen von die geographen schwick+spichtig für die gesamte Schweiz berechnet. In diesem Programm wird die objektive Erfassung der Landschaftsqualität und der Siedlungslandschaftsqualität anhand von 20 Einflussfaktoren erhoben. In einem ersten Schritt wurden anerkannte Landschaftsexperten über die Wichtigkeit bestimmter Landschaftselemente im Bezug auf die Landschaftsqualität befragt. In einem zweiten Schritt wurden Fragebogen an mehrere tausend Personen in der Schweiz verschickt, um eine Rückmeldung zu bekommen, was für die breite Bevölkerung die Landschaftsqualität in der Schweiz ausmacht. Mittels dieser beiden Schritte konnte danach die Gewichtung für den Landschaftsqualitäts-Index der Schweiz gebildet werden. Die Berechnung der einzelnen Einflussfaktoren ist flächendeckend in einer sehr hohen Auflösung erfolgt. Diese Untersuchung wird zu hochaufgelösten Resultaten der Landschaftsqualität und der Siedlungslandschaftsqualität führen und als Grundlage zu einem längerfristigem Monitoring der Landschaftsqualität auf der Ebene der Schweiz dienen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden Im Jahr 2011 publiziert. |